Draculara
The Dark Site of Life

Wir wissen, dass wir etwas ändern möchten. Aber wie fangen wir an, und womit?

Wir kennen nun die Gründe, warum wir nicht mehr sammeln wollen. Nun möchten wir unsere Wohnung umkrempeln, aussortieren, was weg kann, und aufräumen, wo Unordnung ist. Aber womit fangen wir an? Wir haben vielleicht gelernt, etwas zu tun, und zwar täglich, aber wir kommen irgendwie nicht voran. Nach einer Stunde geben wir entmutigt auf und denken: Das geht nie voran. Woran liegt es, dass immer noch so viel herum liegt, und wo soll es hin?

Es ist vielleicht einfacher, wenn wir einen Plan haben, wissen, wie es aussehen soll, wenn wir fertig sind. Und wenn wir darauf hin arbeiten, fällt es leichter, Dinge weg zu geben. Diesen Plan kannst du ganz einfach erstellen. Du gehst an einen anderen Ort, eine Parkbank oder ein Café, und beginnst dir vorzustellen, wie deine Wohnung aussieht, wenn du fertig bist. Welche Dinge willst du darin haben? Welche Dinge willst du darin sehen? Stell es dir so vor, dass du dich sofort darin wohl fühlen würdest. Mach keine Kompromisse ("das könnte ich irgendwann mal brauchen. Hab ich zwar seit 20 Jahren nicht gebraucht, aber könnte doch sein..."), und dann gehst du nach Hause.

Alles, was jetzt stört, an der Wohnung, die du haben möchtest, siehst du an dem, wie deine Wohnung jetzt ist. Versuche, die Störenfriede zu beseitigen. Ein Beispiel: Der Stapel Zeitschriften auf dem Fensterbrett ist längst nicht mehr aktuell, es kann ins Altpapier. Die kaputte Stereoanlage muss endlich auf den Wertstoffhof, dann hast du mehr Platz für die guten Sachen. Der Trolli kann in den Keller. Die vielen Kisten müssen übereinander gestapelt werden, damit du dort Platz hast, weiter aufzuräumen.

Wichtig, bei allem, was du tust, ist: Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor. 

Disziplin ist die Fähigkeit, etwas zu tun, unabhängig davon, ob man psychisch bereit dazu ist. Also auch, wenn man keine Lust hat. 

Diese Fähigkeit muss man trainieren wie einen Muskel. Wenn du meinst, du hast keine Disziplin, mach eine Übung: Nimm dir vor, jeden Tag eine Viertelstunde etwas im Haushalt zu tun. Keine halbe, keine ganze. Erst mal 15 Minuten. Wenn das klappt, kannst du ausbauen in 30 Minuten. Du wirst sehen, in 30 Minuten schafft man eine ganze Menge.

Ich hoffe, das hilft uns jetzt weiter.

Dann können wir mit Schritt 2 beginnen: Aussortieren, was weg soll, vor allem aber die größte Kiste abarbeiten: Das sind die Sachen, die verkauft, bzw. verschenkt werden sollen. Die zu schade zum Entsorgen sind, mit denen andere vielleicht was anfangen können, wir aber nicht. Entrümpeln ist kein Problem, der Müll kann, wenn die Tonne ihn nicht mehr packt, auf die Halde oder den Wertstoffhof gebracht werden.

Wichtig ist nur, dass wir wissen, wovon wir uns trennen wollen. Bevor wir nämlich aufräumen und putzen können, muss Platz vorhanden sein.



Darum ist der erste Schritt nicht das Aufräumen, denn es wäre in unserem Fall mehr ein Umräumen als ein Aufräumen. Wir müssen diese Reihenfolge einhalten. Als hier bei uns ein Rollkommando war, mussten erst viele Sachen weg gebracht werden, bevor aufgeräumt wurde. Also wurde Wäsche weg gebracht und wir haben ungelogen 8 bis 10 große blaue Müllsäcke in den Altkleiderkästen in der Großstadt (auf mehrere verteilt) versenkt.

Aktuell steht mir bevor, mehrere Elektrogeräte zum Wertstoffhof zu bringen, angeblich darf man nicht mehr als 3 auf einmal am Tag hin bringen. Wir haben allerdings mehr als 3 und müssen dann mehrere Tage hintereinander hin fahren.

Diese Aktivitäten sind die ersten, die Sie in Ihrer Wohnung ausführen müssen. Wenn Sie das erste leere Regalfach sehen, die erste leere Schublade, die ersten leeren Fußbodenflächen, dann werden Sie stolz auf sich sein.